
Gesellschaft für der Höritzer Passionsspiele
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Geschichte der
Passionsspielen

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Die Afänge der Gemeinde Höritz
reichen bis ins 13. Jahrhundert, zum ersten Mal wurde sie 1272 erwähnt, damals
gehörte Höritz mit der nächsten Umgebung den Herren von Kosova Hora. Einer von
ihnen, Jindøich verkaufte das Gut an Záviš von Falkenštejn und dessen Bruder
Witiko von Krumau aus dem Geschlecht der Rosenberger. Daher kommt auch der
Höritzer Wappen – die fünfblätrige rote Rose im weissen Feld. Die hiesige
Pfarre ist jedoch noch älter, sie stammt aus dem Jahre 1248. Im Jahre 1375 ist
Höritz die wichtigste Gemeinde in der ganzen Umgebung, es hat eigenen Dorfrichter,
die Ratsherren und eigene Rechtsprechung. Im Jahre 1549 hat der Abt Pavel von
Vyšší Brod Höritz die Rechte eines Marktes erteilt.

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Die Anfänge der Tradition der Höritzer Passionsspielen gehen bis in das 13.
Jahrhundert zurück, was eng mit den schweren, manchmal unerträglichen, Bedingungen
der Untertanen verbunden ist. Die Religion wird oft zum Ausweg aus der
schwierigen Situation. Die Menschen verbinden ihr Leiden mit dem Leiden Christi
und glauben, dass auch für sie kommt die Auferstehung, dass bessere Zeiten
kommen. Man sucht das Gute und das Böse und bemüht sich es in Volksspielen
darzustellen. Ihre Entwicklung wurde
jedoch von den Kriegsereignissen im 17. Jahrhundert negativ gekennzeichnet.
Nächste Erneuerung
der Tradition folgt am Anfang des 19. Jahrhunderts und geht aus der
Religiosität des einfachen Höritzer Volkes heraus. Die erste Aufführung war im
Jahre 1816. Den ersten Text der neuzeitlichen Passionsspiele verfasste der
Höritzer Leinwebermeister Paul Gröllhesl. Der Text trug den Titel „Das Leiden
und Sterben Unseres Herrn Jesu Christi, ein Trauerspiel in 5 Aufzügen und einem
Vorspiel“ und diente für längere Zeit als Bühnebuch. In den Jahren 1816 – 1840
wurde an den Sonntagen in der Fastenzeit und zu Ostern in Gasthaussälen und
ohne Kostüme gespielt. Die Tradition der Spiele und ihre steigernde Niveau
trugen dazu bei, dass ihr Ruhm sich weit ins Ausland von Österreich bis Spanien
verbreitete. Deshalb beschlossen die Höritzer ein neues Passionsspielhaus zu
bauen. Das Theater wurde am 25. Juni 1893 eröffnet und noch in diesem Jahr
besuchten die Passionsspiele 40000
Zuschauer. Passionsspiele wurden in breiter Umgebung berühmt und so kann man
sich nicht wundern, dass zu der Zeit besuchten die Spiele auch bedeutende
Persönlichkeiten, zum Beispiel die Kaiserfamilie, Fürst Schwarzenberg, die
Vertreter der Kirche. Im Unterschied zu anderen Passionsspielorten, wo meistens
mit mehrjähriger Unterbrechung gespielt wird, spielte man in Höritz häufiger.
Nur während des 1. und 2. Weltkriegs wurden die Spiele unterbrochen. In der
Zeit des 2. Weltkriegs diente das Theater als Militärlager. Nach dem Kriegsende
veranlasste Jaroslav Tomáš Vetešník die Erneuerung der Passionsspiele. Man
begann das reduzierte Passionsspiel zu üben und das Passionsspielhaus zu
renovieren.

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Schon im Jahre 1947 fanden im Theater die ersten
auf Tschechisch gespielten gekürzten Passionsspiele statt. Im nächsten Jahr
wurde zum zweiten Mal gespielt, diesmal die vollständige Fassung. Die
tschechische Aufführung wurde zum Symbol des Antritts der tschechischen Sprache
und der tschechischen Bewohnern in die Umgebung. Nach 1948 wurde in Höritz
nicht mehr gespielt in den sechziger Jahren wurde auch das Theatergebäude
niedergerissen. Der Versuch um die Erneuerung der Passionsspiele wurde so nach dem Eingriff der
kommunistischen Ideologen beendet. Ihre Tradition wurde jahrelang zum Dorn im
Auge der Kulturzensoren.
Sponsor Gemeindeamt Hoøice na Šumavì
Dieser Projekt wird vom EU Programm Phare CBC und vom
Bezirksamt unterstützt
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